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Geschrieben von: Webmaster am 25. Mai 2016 – Zuletzt aktualisiert am 29. August 2025

Reisebericht Caprivi Streifen - Ein legendäres Abenteuer: Teil II

Kaokoland im Norden Namibias

Im April 2016 unternahm ein Team von Reiseexperten von Namibia-Experience zusammen mit Reisejournalisten und Fotografen eine legendäre Reise durch Namibia. Hier ist das letzte seiner drei Updates von unterwegs, ein Zentral-Namibia Reisebericht geschrieben und bebildert von Reisejournalist Christopher Clark, Lies Teil eins und zwei hier.

Die schweren Gewitterwolken zogen sich gerade dann zurück, als wir die Abzweigung zum Ngepi Camp erreichten. Die unbefestigte Straße war von großen, tiefen Pfützen durchzogen und umgeben von üppiger grüner Vegetation, immer noch ein seltsamer Anblick, nachdem wir bis jetzt auf unserer Reise nur Sand und Staub gesehen hatten.

Das Ngepi Camp war zwischen Bäumen direkt am Ufer des Kavango Flusses gelegen, seine entspannte und leicht verschrobene Atmosphäre war unwiderstehlich. Die Badezimmer unter freiem Himmel waren wie kleine botanische Gärten, und die Baumhäuser am Wasser könnten idyllischer nicht sein.

Eine Stahlbox mit einem hölzernen Steg drumherum diente als natürlicher Swimmingpool im Fluss, und am Flussufer verstreut gab es viele Hängematten und Leseecken.

Nach unserer Khaudum-Tortur freuten wir uns sehr, ein paar Tage in Ngepi zu campen, während wir die Gegend erkundeten.

Ngepi liegt zwischen dem nur wenige Kilometer südlich gelegenen Mahango Nationalpark und dem Bwabwata Nationalpark auf der anderen Seite des Flusses. Der Bwabwata ist Teil der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA), einer ambitionierten und wegweisenden Initiative. KAZA hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Wildtierkorridor für Elefanten zu schaffen, die zwischen Angola, Sambia und Botswana wandern, und bezieht dabei eine Reihe von Dörfern und lokalen Gemeinden innerhalb der Parkgrenzen ein.

Sonnenuntergang an einem Fluss in der Sambesi-Region

Dieses Gebiet hat eine erstaunliche Erholung seiner Wildtierpopulationen erlebt, die während des sogenannten „Grenzkriegs“ dezimiert wurden.

Zwischen ein bisschen wohlverdienter Entspannung und der Nutzung des WLANs (immer noch ein seltener Genuss in vielen Teilen Namibias) verbrachten wir einen Morgen damit, durch den malerischen und weitgehend unerforschten Mahango Nationalpark zu fahren. An einem Nachmittag trieben wir auf einem Mokoro (Einbaumkanu) den Kavango entlang, während unser Guide uns Horrorgeschichten über seine nervenaufreibenden Begegnungen mit den örtlichen Nilpferden erzählte.

Von Ngepi aus fuhren wir tiefer in die Sambesi Region, früher als Caprivi-Streifen bekannt. Unsere Reise führte uns zur Nambwa Tented Lodge, die am Ufer des Kwando Flusses im Mayuni Conservancy des Bwabwata Nationalparks liegt.

Auf dem Weg zum Camp wurden wir mindestens eine halbe Stunde lang von einer großen Elefantenherde aufgehalten, die ziemlich unschlüssig über unsere Anwesenheit zu sein schien, sich uns bis auf wenige Meter näherte und ihre Rüssel in die Höhe hielt, um uns auszukundschaften. Ein lebensmüder junger Mann versuchte erfolglos, die Herde zu vertreiben. Schließlich beschlossen die Elefanten, uns doch noch den Weg frei zu machen.

Elefantenherde im Bwabwata-Nationalpark

Nambwa war die erste Luxuslodge in diesem Naturschutzgebiet. Die exklusive Lodge im Baumhausstil fügte sich nahtlos in die wunderschöne natürliche Umgebung ein, ebenso wie die rustikalen Campingplätze am Flussufer.

Nachdem wir diese Gegend ein paar Tage erkundet hatten, machten wir uns auf den Rückweg entlang der Grenze zu Angola in Richtung der nordwestlichen Kunene Region. Wir übernachteten in der geschäftigen Grenzstadt Rundu, was nach unserer Zeit im Busch ein ziemlicher Schock für das System war, ebenso wie die bewaffneten Security Guards, die unseren Campingplatz am Rande der Stadt patrouillierten.

Von Rundu aus passierten wir Oshakati, wo wir kurz vor Sonnenuntergang einen Hügel bestiegen und sahen, wie die raue und unverfälschte Schönheit des Kaokoveld sich bis zum Horizont vor uns öffnete. Wir schlugen unser Lager bei den Hippo Pools auf, am Ufer des Kunene River, direkt unterhalb der Ruacana Falls. Beim Einschlafen hörten wir das Donnern der Wasserfälle in der Nähe.

Nach einem kurzen Besuch der beeindruckenden Wasserfälle am nächsten Morgen fuhren wir weiter in Richtung Kunene River Lodge auf einer holprigen, gewundenen, aber angenehmen Schotterstraße, mit dem Kunene auf der einen, und hügeliger Felslandschaft auf der anderen Seite.

Ruacana-Wasserfälle im Norden Namibias

Wir aßen in der Lodge zu Mittag und fuhren dann weiter auf der unbefestigten Straße in die staubige und schlichte Hauptstadt von Kaokoland, Opuwo. Dort scheint es manchmal, dass es mehr Shebeens (informelle Bars) gibt als Menschen. Vieh, das durch das Stadtzentrum marschiert, oder halbnackte Himba-Frauen, die im Supermarkt stöbern, sind hier kein ungewöhnlicher Anblick.

Die schöne Opuwo Country Lodge stand in starkem Kontrast zur Stadt selbst, mit einem makellosen Rasen und Infinity-Pool, der einen atemberaubenden Ausblick über die wilde Landschaft des Kaokovelds bot. Wir nutzten die Gelegenheit, um mit einem kurzen Bad endlich die letzten Staubkörner loszuwerden und dabei die meisten der anderen Gäste zu verscheuchen, bevor wir unser Lager aufbauten und uns für die Nacht einquartierten.

Der folgende Tag führte uns wieder nach Norden zu den Epupa Falls an der nördlichen Spitze des Kaokolandes. Die Epupa Falls sind eine große Schlucht im Kunene Fluss, gesäumt von ein paar schattigen Campingplätzen am Flussufer, einer kleinen Himba-Siedlung und ansonsten nichts als endloser Weite.

Unser nächstes Ziel war Sesfontein, und die Straße dorthin sollte eine der landschaftlich schönsten auf der ganzen Reise sein – in Namibia ist das ein ziemlich hohes Lob. Riesige Affenbrotbäume klammern sich an dramatische Felswände, und Herden von Springböcken wanderten neben uns durch die Weiten. Die unbefestigte Straße selbst krümmte, schlängelte und neigte sich durch die uralte und hügelige Landschaft. Als das Licht weicher wurde und die Temperatur zum ersten Mal seit dem frühen Morgen endlich unter 40 Grad sank, hatte ich ein seltsames Gefühl der Transzendenz.